Verbrechen und Strafe – Fjodor M. Dostojewskij [#Buchrezension]

Seit langem nehme ich mir schon vor einen Roman von Dostojewskij zu lesen und nun endlich ist die Zeit dafür gekommen! Die Wahl fiel auf Verbrechen und Strafe, da der Inhalt und die Themen die darin behandelt werden mein Interesse am allermeisten geweckt haben.

Da dieses Werk bereits im 18. Jhdt. erschienen ist und es bereits zahlreiche Übersetzungen auf dem Markt gibt, nahm ich den Rat meines Buchhändlers an, der mir die Übersetzung von Swetlana Geier empfohlen hatte. Diese Entscheidung habe ich keine Sekunde lang bereut, denn in dieser Neuübersetzung war das umfassende Werk von Dostojewskij mühelos zu lesen. Trotz der gewichtigen Themen die oftmals aufgegriffen und über mehrere Seiten besprochen wurden, bin ich dem Lesen nie überdrüssig geworden und konnte dem Verlauf der Geschichte sowie den Gesprächen und Gedankengängen aller Charaktere immer einwandfrei folgen.

Verbrechen und Strafe
Fjodor M. Dostojewskij

Inhalt
Nicht ‚besser als eine Laus‘ erscheint dem Studenten Raskolnikow eine alte Wucherin, weshalb er glaubt, sie töten und ausrauben zu können. Sein Herz wehrt sich ebenso wie sein Unterbewusstsein gegen die geplante Tat, doch von sozialer Not gedrängt und gefangen in lebensfeindlichen Ideen, wird er zum Mörder. Nach dem Mord jedoch erkennt er, dass kalter Verstand und Nützlichkeitsdenken nicht alles im Leben sind. Das Delirium und die grenzenlose Einsamkeit, die dem Verbrechen folgen, lassen ihn erkennen, dass der Weg aus der Vereinsamung nur über Geständnis und Strafe führen kann. Auch wenn die ‚Reue‘ ihm eher fremd ist, die Liebe errettet ihn schließlich.

Die Art und Weise wie wir durch die Handlung geführt werden, lassen keine Langeweile aufkommen. Darunter finden sich hitzige Diskussionen unter Freund und Feind, verzweifelte Selbstgespräche sowie überraschende Wendungen des Geschehens. Die Themen die unterdessen aufgegriffen werden sind nicht jedermanns Sache – wie bereits im Inhalt kurz erwähnt geht es dabei um den Mord einer mürrischen alten Dame, darum ob dieser moralisch gesehen vertretbar ist und anschließend darum wie der Mörder mit den Folgen seines Verbrechens zurechtkommt.

Mich fasziniert die Vorstellung, dass der Schriftsteller in dem er diesen Roman verfasst nicht nur in die Rolle des Protagonisten „Raskolnikow“ schlüpfen muss. Durch das Verfassen dieses Werkes versetzt er sich schließlich auch in alle anderen Charaktere und spricht für sie. Jede Meinung, jede Aussage, all die unterschiedlichen Ansichten und Themen die in diesem Buch vertreten sind – sie stammen alle aus einer „Feder“ und wurden in diesem Buch vereint und in eine Geschichte verstrickt.

Fazit
Für mich ein Meisterwerk der menschlichen Gedankengänge und etwas was es sich zu lesen lohnt!

Bewertung: ♥♥♥♥♥

Daten zum Buch:
Seitenanzahl: 768 Seiten
ISBN Nr.: 978-3-596-12997-3
Preis: 16,00€
Ausgabe: 01. Juni 1996
Erscheinungsjahr: 1866
Verlag: Fischer Taschenbuch
Genre: Weltliteratur / Klassiker

3 Gedanken zu “Verbrechen und Strafe – Fjodor M. Dostojewskij [#Buchrezension]

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