Die Organuhr – Lothar Ursinus [#Buchrezension]

Aufmerksam wurde ich zum ersten Mal auf das Buch bereits vor einigen Jahren als ich es bei meiner Mum im Bücherregal stehen sah. Damals hat es mein Blick aber nur gestreift.
Erst im vergangenen Jahr und vor allem in den vergangene Monaten richtete sich mein Fokus immer mehr auf die Gesundheit und auch durch meine Ausbildung zur Ernährungsberaterin sind viele Themen noch interessanter geworden. Dadurch kam auch die Organuhr wieder zur Sprache und schließlich zog sie dann auch bei mir ein.

Die Organuhr – leicht erklärt (!)
Lothar Ursinus

Klappentext
„Alles zu seiner Zeit“ – das gilt auch für unseren Körper, dessen Funktionen einer inneren Uhr folgen. Jedes Organsystem hat feste Zeiten, zu denen es besonders aktiv bzw. in Ruhe ist. Achten wir darauf, wird sich das positiv auf unsere Gesundheit auswirken. Treten Beschwerden wiederholt zu einer bestimmten Uhrzeit auf, können sie ein Hinweis auf Störungen eines bestimmtes Organs sein.
Lothar Ursinus ist seit 35 Jahren einer der führenden Experten unter den Heilpraktikern Deutschlands. Auf gewohnt eingängige Weise schildet er, was wir über das Phänomen „Organuhr“ wissen müssen, wie unser Körper „tickt“. Wenn wir die Wechselwirkungen der verschiedenen Organsysteme verstehen und wieder mehr auf unseren Körper hören, fällt es uns leicht, unseren Organen etwas Gutes zu tun. Hierzu gibt der Autor viele Tipps für den Alltag.

Aufbau
Das Buch ist sehr einfach aufgebaut und führt uns mit einem Text über das Universum, die Zyklen, die chinesische Medizin und wie all das mit unserem Organismus zusammenhängt, in das Thema ein.
Es folgt eine detaillierte Beschreibung der Organaktivitäten, wobei jedes Organ in dem 24-Stunden-Rythmus unserer biologischen Uhr einer maximalen und einer minimalen Aktivität unterliegt.
Abschließend gibt uns der Autor noch ein paar Worte zu unseren psychischen und körperlichen Grundbedürfnissen mit auf den Weg – die natürlich alle in Bezug zu den Organen stehen.

Die Organnuhr hat ihre Ursprünge in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Auch dieser jahrtausendealten Heilweise, die auf einem ganzheitlichen Denken basiert, liegt das rhythmische System des Universums zugrunde.

Die Organuhr – Lothar Ursinus (S. 10)

Inhalt & Schreibstil
Bei der Beschreibung der einzelnen Organe wird immer nach einem ähnlichen Schema vorgegangen.
Da jedem Organ andere Eigenschaften zugeordnet werden bleibt es stets spannend und abwechslungsreich. Der Autor verwendet nur selten Fachbegriffe – meist nur in Bezug auf Pflanzen – und erklärt die Thematik auf eine Art und Weise sodass sie für jedermann verständlich ist. Ein sehr angenehmer Schreibstil – passend, ganz gleich ob Sie neu in der Materie sind oder sich bereits seit längerem mit dem Thema befassen.

Organ: Magen, Organzeit: 7-9 Uhr, Sinnesorgan: Mund
Beginnend mit dem Magen haben alle Verdauungsorgane ihre maximale Aktivität am Vormittag und am frühen Nachmittag. Die alte Volksweisheit „frühstücken wie ein Kaiser, zu Mittag essen wie ein König und am Abend essen wie ein Bettelmann“ ist demnach durchaus sinnvoll! In der heutigen Zeit ist das Essverhalten jedoch eher umgekehrt. Morgens frühstückt man gar nicht, mittags nimmt man einen Snack und abends futtert man dann in aller Ruhe. Diese moderne Ernährungsweise ist mitunter die Ursache für zahlreiche chronische Erkrankungen die bereits recht häufig vorkommen in unserer Gesellschaft.

Die Organuhr – Lothar Ursinus (S. 38)

Meine persönliche Meinung
Sofern man sich bisher noch nicht mit dem Thema „Organuhr“ beschäftigt hat – so wie ich – bietet dieses Buch einen sehr guten ersten Gesamteindruck über dieses Gebiet. Die Einleitung ist sehr gut gewählt, da sie sanft ins Thema einführt, Wissen birgt als auch Zusammenhänge lehrt zwischen unserem Körper, dem Universum und noch einigem mehr.
Den anschließenden Ausführungen zu jedem Organ fehlt es zwar hin und wieder etwas an Struktur und einem roten Faden aber wie ich schon sagte bietet das Buch für den Anfang einen guten Einblick.
Die einzelnen Überschriften – die bewusst gewählt wurden und immer wieder vorkommen – helfen dabei den Überblick zu bewahren (so schreibt der Autor z.B. für jedes Organ welche Emotionen ihm zugehörig sind, ebenso wie welches Element, welches Sinnesorgan, welche Zähne, welches Hormonsystem und darüber hinaus noch sehr viele Informationen mehr).

Sehr interessant waren für mich auch immer die häufig geteilten Praxis-Erfahrungen über seine bisherigen Patienten, da ich hier einen echten Wert aus dem gelesenen ziehen konnte.

Organ: Dickdarm, Organzeit: 5-7 Uhr, Sinnesorgan: Nase
Die Nase und auch die Nasennebenhöhlen stehen in einem engen Zusammenhang mit dem Darm. Die häufigste Ursache für eine immer wiederkehrende Nasennebenhöhlenentzündung ist demnach ein funktionell gestörter Darm.
Praxis-Erfahrung: Nach einer Darmspülung berichtete ein Patient, er habe eine freie Nase bekommen, was er sonst nur kenne, wenn er ein schleimhautabschwellendes Mittel anwende. Daraufhin erklärte ich ihm den Zusammenhang zwischen Nase und Dickdarm.

Die Organuhr – Lothar Ursinus (S. 32)

Da man so ein Buch meist nicht nur interessehalber liest, sondern weil es gesundheitlich bei einem selbst oder bei einem Bekannten hapert, bietet der Autor zahlreiche Möglichkeiten wie man Erkrankungen erkennen kann, sie eindämmen kann, wie man die richtige Vorsorge trifft oder Sie sogar ganz abwenden kann. Auf jeden Fall ist die Organuhr eine spannende Lektüre für jeden der sein Wissen in diesem Bereich erweitern möchte – sofern man nicht der Typ ist der gleich zum Doktor rennt und sich Tabletten einwirft.

Fazit
Trotz mancher Unordnung die im Inhalt herrscht ist das Buch ein unglaubliches Geschenk und ich bin dankbar für das neu erworbene Wissen! Sehr viel kann man zwar bereits über die Website Die Organuhr herauslesen, doch ein Buch in den Händen ist immer etwas anderes als vor dem Laptop zu sitzen.

Bewertung: ♥♥♥♥

Daten zum Buch:
Seitenanzahl: 141
ISBN Nr.: 978-3-8434-1250-6
Preis: 10,30€
Ausgabe: 2020
Erscheinungsjahr: 2009
Verlag: Schirner Verlag
Genre: Sachbuch

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