Wundersuche – Thomas Bruckner [#Buchrezension]

Das Buch „Wundersuche“ ist für diese Woche zum Rezensionsbuch nominiert worden, da ich es vor ein paar Wochen bei Vorablesen.de gewonnen habe! Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an das tolle Team von Vorablesen für eure Arbeit und die Möglichkeiten die ihr schenkt!

Ich habe an der Verlosung des Buches teilgenommen, da mich das Thema „alternative Heilmethoden“ sehr interessiert – aber nachdem ich nun damit durch bin muss ich sagen, dass es nicht ganz meinen Erwartungen entsprochen hat. Doch bevor ich meine persönliche Meinung zu dem Werk abgebe, möchte ich noch etwas allgemein bleiben und vor allem auch mit allem Positiven beginnen.

Wundersuche
Thomas Bruckner

Inhalt
Auf der Suche nach Heilung begibt sich der Reporter Thomas Bruckner auf den Weg durch den Dschungel der Alternativmedizin und bleibt dabei immer auch ein fragender, zweifelnder Hilfesuchender. Als bei Thomas Bruckner ein Hirntumor diagnostiziert wird, beschließt er, sich nicht, wie von den Ärzten empfohlen, sofort operieren zu lassen, sondern erst alternative Heiler aufzusuchen. Auf seiner journalistischen Suche nach Heilung begegnet er einer Vielzahl von Menschen, die behaupten, außergewöhnliche Fähigkeiten in sich zu tragen. Vom bodenständigen Heiler in seinem Nachbarort über Voodoo-Priester in Togo, von Wunderheilern auf den Philippinen, Schamanen in Bulgarien, Teufelsaustreibern in Ghana bis hin zum weltweit bekanntesten Medium, João de Deus in Brasilien, führen ihn seine Reisen. Eine gleichermaßen fesselnde wie irritierende Welt tut sich auf.

Das Positive also. Zuallererst das Cover. Da ich sehr oft bei einem Buchkauf bzw. beim ersten Griff nach einem Buch auch auf das Äußere achte und mich davon beeinflussen bzw. leiten lasse ist es nicht verwunderlich, dass mir das Cover bei den Büchern die in meinem Bücherregal stehen durchgehend gefällt. Da gibt es nur wenige Ausnahmen 🙂
Außerdem die Schreibweise des Autors. Thomas Bruckner ist Jounalist. Sein Handwerk hat er gelernt oder einfach im Blut. Jedenfalls merkt man es dem Buch durchaus an, dass hier jemand am Werk ist der es gewohnt ist seine Leser zu unterhalten. Er weiß genau wie er seine Geschichten aufbauen muss, damit ein Weglegen des Buches undenkbar wird!
Was ich vorhin schon kurz erwähnt habe ist natürlich das Thema selbst. Mein Interesse an „Alternativmedizin“ ist groß und das war auch mein Motiv an der Teilnahme der Verlosung – um bei etwas Glück das Buch zu gewinnen und anschließend darüber lesen zu dürfen 🙂
Tja das Glück war mir hold und durch die durchaus objektive Darstellung die der Autor von allen seinen Erlebnissen abgegeben hat, erhält man durch das Buch einen interessanten Einblick in die unterschiedliche Welt der Heiler von der ich bisher noch nichts wusste.

Whatever happens, happens for a good reason.

Showkat Shafi (aus „Wundersuche“)

Kommen wir nach diesem schönen Überblick also nun zu meinem ganz persönlichen Erlebnis mit dem Buch. Dies könnte eventuell Einblicke ins Buch geben > als kleiner Warnhinweis.
Bereits nach den ersten 30 Seiten wurde mir klar: Ich war genau der Typ Mensch für den Thomas Bruckner in seinem Buch kein gutes Wort übrig hatte. Er ist ein Realist durch und durch, was die Schulmedizin sagt – das stimmt und an Dinge zu Glauben die nicht fassbar sind fällt ihm sehr schwer. Ich allerdings bin genau das Gegenteil, daher hatte ich mit seiner Einstellung und seiner Art und Weise mit Situationen umzugehen sehr oft zu kämpfen.

Der schulmedizinische Zugang wäre da der vergleichbar einfachere und garantiert nachvollziehbarere Schritt … aber welche Entscheidung bietet mehr Erfahrungsmöglichkeiten, tiefere Erlebnisse und somit ein erfüllteres und sinngebendes Leben?

aus „Wundersuche“ – Thomas Bruckner

Es ist im gesamten Werk ständig ein Hin und Her zwischen „schaffe ich es mich darauf einzulassen und daran zu glauben“ und „der Tumor wird ja doch nicht verschwinden“. Wenn man so wie ich nicht an den Worten der Schulmedizin hängt und nur an eine Heilung durch sich selbst glaubt, wird das Lesen dieser Passagen nach der Zeit etwas anstrengend. Die Geschichten über die einzelnen Heiler und wie er sie sehr unterhaltsam mit seinen persönlichen Erlebnissen verstrickt hat, machen das Buch aber schlussendlich trotz allem sehr lesenswert!

Der Glaube fordert die Kreuzigung des Verstandes.

Søren Kierkegaard (aus „Wundersuche“)

Ständig hoffte ich, er würde im Laufe seiner Reise doch noch seine Sichtweise ändern und beginnen etwas ganzheitlicher zu denken. Immerhin durfte er durch seinen Entschluss diese Reise zu unternehmen viele Erfahrungen sammeln die bestimmt auch Einfluss auf seine Lebensweise genommen haben und infolgedessen auch auf seine Einstellung. Am Ende schreibt er „Welchen Weg will ich gehen?“. Ich bin gespannt für welchen Weg er sich schlussendlich entscheiden wird…

Alles Leben ist Problemlösen.

Sir Karl Popper (aus „Wundersuche“)

Fazit
Eine interessante Krankengeschichte gekonnt versponnen mit der Darstellung der Arbeit, dem Leben und dem Schaffen von Heilern die sich untereinander nicht mehr noch hätten unterscheiden können. Sei es in ihrem Können – sei es in ihrer Methode – sei es in ihrem Aussehen.

Bewertung: ♥♥♥

Daten zum Buch:
Seitenanzahl: 272
ISBN Nr.: 9783711720672
Preis: 24,00€
Ausgabe: 10.09.2020
Erscheinungsjahr: 10.09.2020
Verlag: Picus Verlag
Genre: Roman

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